Hijab. Frauen und ihr Tuch

Kopftuchtragende Frauen, aber auch Musliminnen im Allgemeinen, sind in unserer Gesellschaft besonders häufig von Rassismus, Vorurteilen und Ausgrenzung betroffen. Helena de Anta und Jessica El Menshawi laden zu einer besonderen Lesung mit Quiche am Tag gegen antimuslimischen Rassismus ins Kulturcafé ein.

Hijab. Frauen und ihr Tuch ist ein Gesprächsband gegen Vorurteile und für mehr Empathie. Viel zu oft leben wir mehr nebeneinander als miteinander — und genau diese Distanz schafft Räume für Unsicherheit, Zuschreibungen und gesellschaftliche Spaltung. Empathie kann aktiv erlernt werden: durch Zuhören, Nachfragen und den Mut, Perspektiven auszuhalten, die von den eigenen abweichen.

Im Buch geben 23 Frauen in Gesprächen einen Einblick in ihre Beziehung zum Tuch. Genauso facettenreich wie die einzelnen Frauen sind auch die Beweggründe, sich für oder gegen das Kopftuch zu entscheiden.

Warum ist der 1. Juli der Tag gegen antimuslimischen Rassismus? An diesem Tag wurde Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden ermordet. Der Täter war der Angeklagte, der Marwa und ihr Kind ein Jahr zuvor rassistisch beleidigte. Auch ihr Mann wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt. Ihr 3-jähriger Sohn wurde Zeuge ihres gewaltvollen Todes. Der Mord an der schwangeren 32-jährigen Pharmazeutin aus Ägypten wurde auch international zur Zäsur dafür, welche Folgen antimuslimischer Rassismus haben kann. Seit 2023 steht der 1. Juli offiziell als Tag gegen antimuslimischen Rassismus und für ein entschiedenes Eintreten für eine solidarische, demokratische, freiheitliche und offene Gesellschaft. (Quelle: Allianz gegen Hass)

12 bis 99 |  mit Anmeldung 

Foto©trotz allem Verlag, Zürich

Veranstaltungstage

Mittwoch, 01.07. – 19:00 - 20:30 Uhr

Veranstaltungsort

LABYRINTH Kulturzentrum
Urbanstraße 64, 70182 Stuttgart