Geschichte

Während ihres Studiums an der Musikhochschule Stuttgart beschäftigte sich Patrizia Birkenberg mit Fragen zu Privilegien und Bildungschancen in unserer Gesellschaft und machte es sich zur Aufgabe, mit Mitteln der Kunst Antworten darauf zu finden. So entstand im Frühjahr 2012 die Idee, unterschiedliche Lebenswelten in einem Musiktheaterprojekt zusammenzubringen. Sie aktivierte ein Team von Studierenden unterschiedlichster künstlerischer Disziplinen und eine Gruppe von geflüchteten Jugendlichen, die alsbald regelmäßig zum Unterricht in die Musikhochschule kamen. Was als studentisches Abschlussprojekt begann, konnte Jahr für Jahr fortgeführt, bedürfnisorientiert ausgebaut und finanziell gefestigt werden.

Seit Beginn an wird LABYRINTH durch zahlreiche Stiftungen, Spender, sowie der Stadt und dem Land finanziell getragen. Dank eines hohen ehrenamtlichen Engagements und dem großen Vertrauen einzelner Stiftungen, konnte LABYRINTH auch finanzielle und damit einhergehend personelle Engpässe durchstehen. Die Gründung einer gemeinnützigen Unternehmergesellschaft im Jahr 2016 schuf eine konstante Basis, um dem Anspruch gerecht zu werden, nachhaltige und langfristige Angebote zu schaffen. Seit 2018 erhält die Initiative eine anteilige institutionelle
Förderung der Stadt Stuttgart. Preise und Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene, Gespräche mit dem Publikum, sowie konstruktive Rückmeldungen bestärken uns und zeichnen ein Bild von LABYRINTH als gesellschaftlichem Akteur. Heute blicken wir auf ein Drei-Stufen-Modell und weitere Angebote, die durch künstlerisches Wirken Wege zu gelebter Integration eröffnen.