Während ihres Studiums an der Musikhochschule Stuttgart beschäftigte sich Patrizia Birkenberg mit Fragen zu Privilegien und Bildungschancen in unserer Gesellschaft und machte es sich zur Aufgabe, mit Mitteln der Kunst Antworten auf diese Fragen zu finden. So entstand im Frühjahr 2012 die Idee, unterschiedliche Lebenswelten in einem Musiktheaterprojekt zusammenzubringen. Sie aktivierte ein Team von Studierenden unterschiedlichster künstlerischer Disziplinen und eine Gruppe von geflüchteten Jugendlichen, die alsbald regelmäßig zum Unterricht in die Musikhochschule kamen. Über die fünf Jahre hinweg wuchsen alle Aktivitäten von LABYRINTH anhand der Bedürfnisse von Teilnehmer*innen und Team. Heute blicken wir auf ein drei-Stufen-Modell, das durch künstlerisches Wirken Wege zu gelebter Integration aufzeigt. Preise und Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene bestärkten uns und Publikumsgespräche sowie kritische Rückmeldungen zu den öffentlichen Auftritten zeichnen ein Bild von LABYRINTH als gesellschaftlichem Akteur. Um die Qualität zu sichern und weiter zu verbessern, hinterfragen wir unsere Arbeit regelmäßig bei Teamsitzungen, traumapädagogischen Fortbildungen sowie Konzeptionstagen.

Foto © Florian Lill